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KLIMA

Das Klimasystem
Als Klima wird der mittlere Zustand der Atmosphäre bezeichnet. Die Atmosphäre ist aber kein isoliertes System, sondern eng verflochten mit Hydrosphäre (Ozean und Wasserkreislauf), Kryosphäre (Eis und Schnee), Biosphäre (Pflanzen), Pedosphäre (Boden) und Lithosphäre (Gestein). Diese Sphären sind die Untersysteme des Klimasystems, das - einer riesigen Wärmekraftmaschine gleich - seine Energie von der Sonne bezieht. Zwar ist die Einstrahlung der Sonne in allen Teilen der Erde gleich, jedoch kommt sie je nach Einfallswinkel unterschiedlich zur Geltung. Das schafft wärmere und kältere Zonen in der Atmosphäre, wodurch Luftdruckunterschiede, Winde und Meeresströmungen hervorgerufen werden. Dabei entstehen und vergehen Wolken binnen weniger Stunden, Tiefenströmungssysteme des Ozeans hingegen in Jahrhunderten oder Jahrtausenden.

Treibhauseffekt
Der von Menschen verursachte Treibhauseffekt stellt eine Verstärkung des natürlichen Treibhauseffektes dar, ohne den die globale Mitteltemperatur der Erde gegenwärtig nicht bei + 15 °C, sondern bei -18 °C liegen würde. Ausschlaggebend für diesen Effekt sind atmosphärische Spurengase, die zu einem großen Teil menschlichen Ursprungs sind. Die durchschnittliche globale Sonneneinstrahlung von 342 Watt pro Quadratmeter dringt weitgehend ungehindert bis zur Erdoberfläche durch. Ein großer Teil der dadurch vom Erdboden ausgehenden Wärmestrahlung wird von den so genannten Treibhausgasen aufgenommen oder zurückgestrahlt, wodurch sich die Atmosphäre erwärmt. Der Mensch trägt seinen Teil zum Treibhauseffekt vorwiegend durch die industrielle Herstellung von als Treibhausgase wirkenden Stoffen her, unter denen die verschiedenen Fluorchlorkohlenwasserstoffe die größte Gruppe bilden.

Klimaschutzpolitische Ziele
Die Bundesregierung hat folgende klimaschutzpolitische Ziele beschlossen:
o Emissionsminderung bei allen sechs im so genannten Kyoto-Protokoll aufgeführten Treibhausgasen um 21 Prozent, und zwar im Zeitraum 2008 bis 2012
o Minderung des Kohlendioxid-Ausstoßes bis 2005 um 25 Prozent gegenüber 1990
o Verdoppelung des Anteils der erneuerbaren Energieträger bis 2010
o Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung zur Primärenergieeinsparung
o Steigerung der Effizienz beim Einsatz von Energie

Die Landeshauptstadt München hat für sich, ihre Bürgerinnen und Bürger und die Münchner Wirtschaft den umweltschonenden und nachhaltigen Umgang mit Energie zu einer zentralen politischen Leitlinie erklärt.
Mittels eines Energiemanagements bemüht sich die Stadt seit Jahren erfolgreich um die Senkung des Energieverbrauchs im kommunalen Gebäudebestand.Im Rahmen des erweiterten Klimaschutzprogramms fördert die Stadt innovative Energietechniken, finanziert die energetische Sanierung von kommunalen Gebäuden und errichtet Solaranlagen, betreibt Öffentlichkeitsarbeit zum Klimaschutz und berät Privathaushalte sowie das Gewerbe hinsichtlich Energieeinsparung.

Mit dem Förderprogramm Energieeinsparung unterstützt die Stadt seit 1989 über Zuschüsse - von gegenwärtig 2 Millionen Euro pro Jahr - Maßnahmen zur Energieeinsparung in Gebäuden und die Erzeugung erneuerbarer Energie.

Die Stadtwerke München als der kommunale Energieversorger steigern laufend die Effizienz der primärenergiesparenden Kraft-Wärme-Kopplung und bauen diese mit der GuD-Anlage im Kraftwerk Süd noch kräftig aus. Zudem errichten die Stadtwerke Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie (Wasserkraft, Solarstrom, Windkraft) und übernehmen Strom aus Solarstromanlagen und Blockheizkraftwerken privater Betreiber nach dem Gesetz für erneuerbare Energien.

Stadt und Stadtwerke München werden Energieeinsparung, die Steigerung der Energieeffizienz und den Umstieg auf erneuerbare Energien weiter intensiv verfolgen, um die Abhängigkeit Münchens von Energieimporten zu verringern, die Energieressourcen zu schonen, die Luftqualität zu verbessern und insbesondere den Münchner Beitrag dafür zu leisten, dass die globale Klimaänderung in einem ökologisch und ökonomisch zu bewältigenden Rahmen bleibt.